Flugzeuge von Ryanair. © AirTeamImages.com /EstevezR
Ryanair hat für das abgelaufene Geschäftsjahr bis 31. März einen deutlichen Rückgang des Nettogewinns ausweisen müssen. Dieser sank um 39 Prozent auf 885 Millionen Euro, teilte der irische Billigflieger im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz mit. Trotz einem Rekordergebnis von 139,1 Millionen transportieren Passagieren und einer gestiegenen Auslastung von 96 Prozent (plus ein Prozent).
Das Ryanair-Ticket kostete im Geschäftsjahr 2018/19 durchschnittlich 37 Euro, was einem Rückgang um sechs Prozent entspricht. Gleichzeitig zog der Umsatz um knapp acht Prozent auf 7,7 Milliarden Euro an.
| Angaben in Milliarden Euro | |
|---|---|
| 2014 | 0.52 |
| 2015 | 0.87 |
| 2016 | 1.24 |
| 2017 | 1.32 |
| 2018 | 1.45 |
| 2019 | 0.885 |
Quelle: Ryanair
Für den Gewinnrückgang macht Ryanair vor allem die gestiegenen Treibstoff- und Personalkosten verantwortlich. So zahlte Ryanair seinen Piloten um ein Fünftel höhere Gehälter. Zudem belasteten Flugausfälle durch Fluglotsen-Streiks.
Lauda-Übernahme drückt den Gewinn
Als einmaligen Sondereffekt bezeichnete Ryanair-Chef O'Leary die Kosten für die Übernahme von Lauda. Ohne die Übernahmekosten hätte der Gewinn bei über einer Milliarde Euro gelegen. Ryanair hatte die letzten Anteile an der Niki-Nachfolgerin im Dezember 2018 übernommen.
Gleichzeitig kündigte O'Leary an, dass die Ryanair-Group-Airlines Lauda und der polnische Ferienflieger Buzz weiter wachsen werden. Der Airline-Chef rechnet damit, dass Lauda in 2020 mit 35 Maschinen unterwegs sein und das Passagieraufkommen bei acht Millionen liegen werde. Für dieses Jahr liegen die Prognosen bei sechs Millionen Passagieren.
Gewinnprognose zwischen 750 und 950 Millionen Euro
Im aktuell laufenden Geschäftsjahr rechnet der Vorstand zwar mit einem Anstieg der Passagierzahlen – auf 153 Millionen - der Gewinn hänge aber stark davon ab, wie die Erlöse pro Fluggast gesteigert werden könnten, teilte Ryanair mit.
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Der Gewinn wird indes zwischen 750 Millionen und 950 Millionen Euro taxiert. Dabei seien die Prognosen davon abhängig, dass es keine Notfälle oder negativen Entwicklungen beim Brexit gebe.
Vieles hänge auch von der Entwicklung der Preise im zweiten Halbjahr ab, die sich aktuell noch nicht absehen lasse. Vorerst aber bereitet vor allem die anstehende Sommersaison der Airline Kopfzerbrechen. Zwar lägen die Buchungen für das erste Halbjahr über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes, hieß es, doch zahlten die Kunden auch durchschnittlich weniger für ihren Flug. Die Iren gehen davon aus, dass der rückläufige Preistrend noch bis zu den Sommermonaten anhalten wird.
Für das Gesamtjahr sieht Ryanair die Kosten um knapp eine halbe Milliarde Euro weiter steigen - Aufwendungen für Treibstoff herausgerechnet, dürften die Kosten aber nicht mehr so stark anziehen wie im vergangenen Jahr.
http://www.airliners.de/ryanair-gewinn-40-prozent/50173
2019-05-20 12:00:00Z
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